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Oudijk Gerbera: „Wir haben nicht nur umgestellt, sondern unseren Vertriebsprozess zukunftsfähig gemacht.“

4 minuten leestijd
Gepost op 19-10-2026
door Danielle van der Peet

Für einen Gärtner mit 90 Gerbera-Sorten und über 1.200 Artikeln ist die Digitalisierung keine Frage eines einfachen Knopfdrucks. Dennoch hat Oudijk Gerbera den Umstieg auf Floriday vollzogen. Schritt für Schritt wurden der Artikelkatalog, der Verkaufsprozess und die Verbindungen zu den Kunden übertragen. Das Ergebnis: mehr Kontrolle über das Sortiment, weniger fehleranfällige Glieder in der Kette und eine solide Grundlage für die weitere Digitalisierung.

Bei Oudijk dreht sich alles um Vielfalt. Das Sortiment umfasst knapp hundert Gerbera-Sorten, kombiniert mit verschiedenen Verpackungen, Stückzahlen und Kundenvereinbarungen. Zusammen ergibt das einen Katalog mit rund 1.200 Artikeln. Gerade diese Komplexität machte den Umstieg auf Floriday zu einer Herausforderung. „Wir haben ein enorm breites Sortiment mit vielen verschiedenen Verpackungsformen und Varianten“, erklärt Wilco Westerman, der bei Oudijk Gerbera für den gesamten IT- und Automatisierungsbereich verantwortlich ist. „Alles muss stimmen: von Fotos und Produktinformationen bis hin zu Stückzahlen und Verpackungen. Sonst wird es für die Kunden unübersichtlich und sie können das richtige Angebot nicht finden.“

Der Bedarf an mehr Kontrolle und Übersicht

Der Anlass für den Wechsel ergab sich nicht aus technischen Gründen, sondern aus der täglichen Praxis. Aufgrund der großen Menge an Artikeln wurde es immer wichtiger, Produktinformationen, Preise und Verfügbarkeit zentral und fehlerfrei zu verwalten. Zudem stellte Oudijk fest, dass immer mehr Einkäufer mit API-Schnittstellen arbeiteten, den neuen Standards in der Branche. Oudijk wollte eine zukunftssichere Grundlage für seinen Vertrieb schaffen.

Entscheidend war, dass die täglichen Angebotslisten einfach und schnell online gestellt werden konnten, Preisänderungen korrekt verarbeitet wurden, die Artikel im Katalog richtig angelegt waren und den Einkäufern nur das für sie relevante Angebot angezeigt wurde. Erst als diese Voraussetzungen über Floriday erfüllt werden konnten, kam ein Wechsel ins Spiel. Für die Auftragsabwicklung arbeitete Oudijk bereits mit der Software von Olsthoorn, was auch in der neuen Situation so bleibt.

Gemeinsame Einrichtung

Die Implementierung begann mit einer gründlichen Bestandsaufnahme des Sortiments und der gewünschten Katalogstruktur. Gemeinsam mit Floriday wurde geprüft, wie die Artikel am besten angeordnet werden könnten und welche zusätzlichen Funktionen erforderlich waren. Die erste Einrichtung erfolgte in einer Testumgebung, woraufhin diese kontrolliert in die Produktionsumgebung übertragen wurde.

Nachdem die Grundlage geschaffen war, begann die Migration der Kunden. Dabei entschied sich Oudijk ausdrücklich für einen persönlichen Ansatz. Die Käufer wurden individuell angesprochen, erhielten Erläuterungen zur neuen Vorgehensweise und wurden bei Bedarf von Oudijk selbst und Floriday bei den Einstellungen und Anbindungen unterstützt.

„Was ich an Floriday besonders schätze, ist, dass wir viel mehr Kontrolle über unser Sortiment haben“, sagt Wilco Westerman. „Wir können mit kundenspezifischen Angebotsfiltern arbeiten, unser Angebot mit Tagespreisen einfach auf den Markt bringen und Kunden direkt anbinden. Bei so vielen Sorten und Varianten ist das für uns unerlässlich, um effizient arbeiten zu können.

„Der für mich wichtigste Unterschied ist das Vertrauen“, sagt Wilco Westerman. „Ich weiß jetzt, dass das Angebot korrekt dargestellt wird und dass die Kunden das sehen, was sie sehen sollen. Dadurch habe ich mich auch getraut, den nächsten Schritt zu gehen und unseren Verkaufsprozess auf Floriday umzustellen.“

Weniger Zwischenstufen, mehr Sicherheit 

Die Vorteile zeigten sich schnell. Durch das Weglassen alter Zwischenstufen im Prozess entstand mehr Transparenz. Probleme ließen sich schneller zurückverfolgen und dadurch einfacher lösen. Zudem wurde es möglich, das Sortiment viel gezielter zu präsentieren. Käufer sehen nun nur noch die Verpackungsformen, die für sie relevant sind. Das macht das Angebot übersichtlicher und beugt Fehlern während des Bestellvorgangs vor.

Auch für den täglichen Handel bietet die neue Situation Vorteile. Neben dem regulären Angebot für den nächsten Tag kann Oudijk zusätzlich geerntete oder verbleibende Bestände direkt online verfügbar machen. Kunden können diese Blumen morgens noch vor 9:00 Uhr bestellen, woraufhin die Bestellung sofort verarbeitet und mit dem Transport mitgeschickt wird.

Wertvolle Erkenntnisse für andere Gärtner

Mittlerweile befindet sich Oudijk in der Abschlussphase der Umstellung. Der Großteil der Kunden arbeitet bereits nach der neuen Vorgehensweise. Laut Wilco hat die Erfahrung vor allem gezeigt, dass eine gute Vorbereitung entscheidend ist. Sein Rat an andere Gärtner ist klar: Schauen Sie sich zunächst kritisch Ihr Sortiment, Ihre Verpackungen und Ihre Preisstruktur an, bevor Sie mit der technischen Umsetzung beginnen.

Gemeinsam weiterbauen

Für Jim Penning, Onboarding bei Floriday, ist der Fall Oudijk ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung in der Praxis funktioniert. Laut Jim zeigt der Prozess, wie wichtig Zusammenarbeit bei solchen Veränderungen ist. „Bei einem solchen Wechsel geht es nicht nur um Technik. Deshalb haben wir uns bewusst für einen schrittweisen Ansatz entschieden. Man möchte sichergehen, dass Kunden weiterhin problemlos bestellen können. Wir stellen die Technologie bereit, aber das Fachwissen des Gärtners bestimmt letztendlich, wie das Angebot gestaltet wird. Wenn diese beiden Aspekte zusammenkommen, entsteht eine Lösung, die für die Branche wirklich funktioniert.“

Ratschläge für andere Gärtner

Auf die Frage, welchen Rat Wilco anderen Gärtnern geben würde, antwortet er klar und deutlich: „Wer sich Floriday bereits vor einigen Jahren einmal angesehen hat, tut gut daran, noch einmal einen Blick darauf zu werfen. „Es hat sich unglaublich viel weiterentwickelt. Wenn man vor ein paar Jahren zu dem Schluss gekommen ist, dass etwas noch nicht so funktionierte, wie man es sich gewünscht hat, sieht die Situation heute ganz anders aus. Mit der neuen Funktion ‚Tagespreise‘ und der Möglichkeit, das Angebot zu filtern, sind viele weitere Möglichkeiten hinzugekommen, die den Verkauf von Blumen noch einfacher gemacht haben.“

Die Erfahrung von Oudijk zeigt, dass auch ein komplexes Sortiment erfolgreich digital verwaltet werden kann. Nicht, indem man alles auf einmal ändert, sondern indem man Schritt für Schritt eine Arbeitsweise aufbaut, die für die Zukunft gerüstet ist.

 

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